Ein untertänigster Satz

Christian von Vellnagel an König Wilhelm I.

Ew. Hochwohlgeboren habe ich, unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 12.n v. M., in Betreff der von denselben gestellten Anfrage, ob dem Drucke des der Cotta’schen Buchhandlung zum Verlage angebotenen Romans: »Heinrich Roller oder vor sechzig Jahren von Kurz« kein Hinderniß im Wege stehe, nach höchstem Auftrage nunmehr das von dem Geheimen Legations Rath v. Lehr über den anbey zurükfolgenden 1.n Theil dieser Schrift erstattete Gutachten mit dem Anfügen zuzufertigen die Ehre, daß, nach der darin ausgesprochenen Ansicht über den literarischen Gehalt jener Schrift, Se. Königl. Majestät zwar nicht wohl annehmen können, daß die Cotta’sche Buchhandlung sich mit dem Verlage derselben werde befassen wollen, daß Höchstdieselben jedoch die deshalb zu nehmende Entschließung ganz dem Ermessen Eurer Hochwohlgeboren hiemit anheim gestellt haben wollen.
Hochachtungsvoll p.
Stuttgart den 8.n Mai 1838
Vellnagel

Mail an Martin Jucker
Zuletzt aktualisiert am 29. Jan 2001