E
Ecke
Barbara und Gerd Baumann: Sechsundzwanzig Buchstaben in Bildern. Hatje Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit 2003; S. ‹Ecke› (Ausschnitt).
Eheterminologie
Ben Schott: Schotts Sammelsurium; Bloomsbury Berlin 5. Aufl. 2004; S. 130
Ein Albumblatt
Wilhelm Raabe; zit. nach: Horst Denkler: Wilhelm Raabe / Legende – Leben – Literatur; Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1989, S. 6.
Ein Bettelbrief
Mein scharmantes Geldmännchen … ; S. 268
Ein demütig Blümchen
aus: Adalbert Stifter: Der Condor (entstanden 1840); Digitale Bibliothek Band 125, S. 517358.
Er ist ein angehender Maler, sie eine gewandelte Jungfrau, die vorher bestrebt war, ihr Leben frei den Männern nachzugestalten, und dabei schmerzhaft an weibliche Grenzen gestossen ist. Ein Mithandelnder formuliert das so: «Ich habe es dir gesagt, Richard, das Weib erträgt den Himmel nicht […]» – und meint damit das Weib an sich.
Ein gscheid Frau
Johannes Fischart:

Das Philosophisch Ehzuchtbüchlin.
Oder /
Des Berümtesten vnd Hocherleuch=
testen Griechischen Philosophi
oder Natürli=
cher Weißheyt erkündigers vnd Lehrers Plu=
tarchi Naturgescheide Eheliche Gesaz / oder Ver=
nunft gemäse Ehegebott / durch anmutige lu=
stige Gleichnussen ganz lieblich getractiret.
Sammt desselbigen auch Gründli=
chem Bericht von gebürlicher Ehrnge =
maser Kinder Zucht.
Darzu noch eyn schönes Gespräch / von
Klag des Ehestands / oder wie man eyn
Ruhig Ehe gehaben mag / ge=than worden.
Alles auß Griechischem vnd Latinischem nun
das erstmal inn Teutsche Sprach verwendet
J. F. G. M. I,
Zu Straßburg.
M.D.LXXVIII.
Fol. D 6r–D 6v
Getruckt bei Bernhard Jobin.

in: Die Deutsche Literatur vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Band II/2; Spätmittelalter / Humanismus / Reformation; dtv München 1988; Seite 647.
[M.D.LXXVIII ist 1578]
Ein devotester Brief
E.T.A. Hoffmann in Aufzeichnungen seiner Freunde und Bekannten, hrsg. Friedrich Schnapp, Winkler Verlag München 1974 S. 39
Ein erzieherischer Brief
stammt vom Vater Hermann Hesses; zitiert nach: Hermann Hesse — Diesseits des ‹Glasperlenspiels›. bearbeitet von Heike Gfrereis. Marbacher Magazin 98/2002 vom Juni 2002, S. 43
Ein Feldaltar
J. Hašek: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk, S. 204–5.
Ein Hosenknopf
G.C. Lichtenberg in: Georg Christoph Lichtenberg, Briefwechsel, hrsg. von Ulrich Joost und Albrecht Schöne, Verlag C.H. Beck, München 1983 Band I, S. 224 (Brief 123).
Ein Hund lief in die Küche …
N.N.: Das Wasserzeichen der Poesie oder Die Kunst und das Vergnügen Gedichte zu lesen, vorgestellt von Andreas Thalmayr, Franz Greno Nördlingen 1985, S. 147
Variante: habe ich gefunden in: Uwe Johnson, Mutmassungen über Jakob, Suhrkamp Verlag 1992, S. 9. Allerdings stammt die Versform dazu mehr oder eher weniger von mir; im Buch steht der Text «fortlaufend» und z.T. mit anderen Worten: Vielleicht findet jemand noch die Original-Verse; irgendwie sollte auch hier ein «Kreisgedicht» entstehen.
Ein kleiner Verbrecher
Ingeborg Bachmann: «Todesarten»-Projekt, Band 1; Piper München/Zürich 1995, S. 287.
Ein Liebesbrief
zit. nach: Günter de Bruyn: Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter, Fischer Taschenbuch Verlag 1991; 6. Auflage 2004 S. 40f.
Leider habe ich nur dieses Zitat – der Brief enthält sicher noch einige Perlen.
Ein Liebesmahl
Henry Fielding: Tom Jones. Die Geschichte eines Findlings. Aus dem Englischen von Siegfried Lang. Artemis & Winkler Verlag Düsseldorf / Zürich 1997; S. 466–7
Ein Spirituosenleben
Simone Borowiak, in: Die komischen Deutschen; hrsg. von Steffen Jacobs. Gerd Haffmans bei Zweitausendeins. Frankfurt am Main 2004, S. 139.
Ein Trauerspiel
E.T.A. Hoffmann in: Prinzessin Brambilla. in E.T.A.H: Sämtliche Werke in 6 Bänden, Deutscher Klassiker Verlag Frankfurt am Main 1985. Band 3, S. 847.
Ein untertänigster Satz
Aus: Marbacher Magazin 97/2002: «Glückselig Suevien …»; Die Entdeckung Württembergs in der Literatur, S. 76f.
Ein Vorhang geht auf
Arno Schmidt in: Kaff auch Mare Crisium, in: A.S.: Kaff / Ländliche Erzählungen. Haffmans Verlag. Zürich 1987. S. 58
Ein Wort giebt das andere.
Johann Peter Hebel in Der Rheinländische Hausfreund. Calender auf das Jahr 1809 in: Sämtliche Schriften. Erzählungen und Aufsätze - Erster Teil. Verlag C.F. Müller Karlsruhe 1990. S 149—50
Eine nachträgerische Antwort
Ludwig Thoma; aus Josef Filsers gesammelter Briefwechsel, 1912; in: Gegen-Zeitung, Deutsche Satire des 20. Jahrhunderts; Wolfgang Rothe Verlag Heidelberg 1964 S. 415-6
Eine Schöpfungsgeschichte
F.W. Bernstein: Die Gedichte, Verlag Antje Kunstmann. München 2003; S. 19.
Das Zitat steht in: Laurence Sterne: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman. Haffmans Verlag Zürich 1983, Band I, S. [9] – und ist sozusagen der Beginn der Geschichte.
Eine Supplication
In: Schweizer Stempelschneider und Schriftgiesser. Geschichte des Stempelschnittes und Schriftgusses in Basel und der übrigen Schweiz von ihren Anfängen bis zur Gegenwart; bearbeitet von Dr. Albert Bruckner im Auftrag der Haas’schen Schriftgiesserei A.G. Münchenstein, Basel 1943(?), S. 175f.
[Fremdwörterduden: Supplikation, die, -, -en, (veraltet) Bittgesuch, Bitte]
Eine Transsubstantion
Laurence Sterne: Tristram Shandy, Band II, S.[60]ff; Illustration (Frontispiz) von Tatjana Hauptmann.
Eine Verfluchung
Robert Walser: Briefe. Suhrkamp Taschenbuch st488 Zürich 1979. Brief 331 S. 310-11.
Eine weitschweifige Geschichte
Lewis Carroll, Alice in Wonderland; in: Ilene Strizver: Type Rules! North Light Books Cincinatti 2001, S. 95 [da natürlich aufgenommen wegen der besonderen typografischen Gestaltung]
Die Uebersetzung: wie oben, übersetzt von Christian Enzensberger; Lappan Verlag Oldenburg 1989 S. 23f. [Die typographische Gestaltung noch um einiges weitschweifiger – aus der Uebersetzung stammt auch der Titel der Geschichte.
Für diejenigen, die es nicht wissen: ‹C and D›, bzw. ‹K und H› das sind Cat and Dog bzw. Katze und Hund – Tiere, von denen die Maus aber auch gar nichts hören will.]
Einige Froschverse
Wiglaf Droste in: Hell und Schnell. 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten. hrsg. Robert Gernhardt, Klaus Cäsar Zehrer. Fischer Verlag Frankfurt am Main. 2004. S. 254.
Einkaufen – wie im Märchen
Tausendundeine Nacht, ins Deutsche übertragen von Claudia Ott, C.H. Beck Verlag München 2004; S. 99–101.
Der Auszug stammt aus der achtundzwanzigsten Nacht – das Märchen heisst Der Träger und die drei Damen – übrigens ein sehr freizügiges Märchen, was in dieser Umgebung besonders überrascht.
Eiszapfen
Gottfried Keller: Der Schmid seines Glückes; älteste erhaltene Handschrift; in: G.K.: Sämtliche Werke; Band 21: Die Leute von Seldwyla – Apparat zu Band 4 und 5; Stroemfeld Verlag Basel und Frankfurt am Main und Verlag Neue Zürcher Zeitung Zürich 2000; S. 400f.
[Diese Episode taucht in der endgültigen Fassung nicht mehr auf]
Elche und Gäste
F.W. Bernstein: Elche, Molche, ich und du; Verlag Antje Kunstmann München 2000; S. 45
Er lôt si nid zum Trinke zwinge.
Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Ein Hausschatz für das deutsche Volk. Herausgegeben von Karl Friedrich Wilhelm Wander, Band 1-5, Leipzig: F.A. Brockhaus, 1867, 1870, 1873, 1876, 1880. Hier zit. nach: Digitale Bibliothek Band 62, Direct Media, Berlin 2001.
Erziehung um 1850
Briefe von Emilie Fontane an Theodor Fontane in: Der Ehebriefwechsel, Aufbau Verlag Berlin; Band 2, 2. Auflage 1998, S. 186 etc.
[Selbstverständlich werden die Kinder häufig auch sehr liebevoll erwähnt; ganz offenbar ist das Verprügeln eine ganz geläufige Erziehungsmethode.]
Erziehung zum Manne
Was sich mit Flash leider (noch?) nicht nachbilden lässt, ist der unvergessliche Geruch dieser ‹Schnapsmatrize›. Das ist die umgangssprachliche Bezeichnung dieser Art Dokumente.
Dass das Dokument weder Autor noch Zeit noch Ort seiner Erstellung trägt, ist wahrscheinlich auf die militärische Geheimhaltungspflicht zurückzuführen.
Essen bei Frau Aebi
Robert Walser: Der Spaziergang in: Das Gesamtwerk III, Suhrkamp Verlag Zürich 1978, S. 239.
Essen und Trinken
Unica Zürn, in Rabe 24, S. 160
Etwas über die Pflicht
Theodor Fontane: Der Stechlin, Stroemfeld Frankfurt am Main; Basel 1998; S. 171–173.
Das traute Gespräch findet statt zwischen dem Oberförster Wladimir Katzler und seiner nach vollkommener Bürgerlichkeit strebenden Gattin, der Frau Oberförsterin Prinzessin Ermyntrud von Ippe-Büchsenstein.
Excommunicatio
Laurence Sterne: Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman; Band III KAP. XI S. [39]—[53] – unter Weglassung sowohl des lateinischen Originals als auch aller Anmerkungen und Reaktionen der Beteiligten und des Erzählers – wer also z.B. etwas über Weiberbärte lesen will, muss schon das Buch zur Hand nehmen.